WWA Ansbach - Monitoringprogramm Fränkische Seen

Automatische Probennahme zur Dokumentation der Fortschritte des „Maßnahmenplans Fränkische Seen“

Seit Jahren treten im Igelsbachsee immer wieder sommerliche Massenentwicklungen von Blaualgen (Cyanobakterien) auf.  Sie bilden sich bevorzugt im Sommer, wenn andere Algen den Stickstoff im Wasser weitgehend aufgezehrt haben. Ursache sind hohe Mengen an Pflanzennährstoffen (Phosphor und Stickstoff), die aus den Flächen des Einzugsgebiets eingetragen werden (Eutrophierung). Beim Absterben von Blaualgen bilden sich schäumende Algenteppiche. Dabei werden von bestimmten Arten Toxine freigesetzt, die bei Kontakt zu Hautreizungen und -rötungen führen können. Dadurch wird die Freizeitnutzung entscheidend beeinträchtigt

Zur Verringerung dieser Einträge wurde anlässlich der mittelfränkischen Seenkonferenz im Jahr 2010 ein Maßnahmenplan beschlossen, der sich seit Anfang 2011 in der Durchführungsphase befindet. Er umfasst Maßnahmen vor allem in den Bereichen von Landwirtschaft, Wasserwirtschaft und Tourismus. Diese sollen dazu beitragen, die mit der Algenproblematik in den Fränkischen Seen zusammenhängenden Schwierigkeiten zu meistern. Ein Teil des Maßnahmenplans ist die Aufzeichnung der weiteren Entwicklung der Nährstoffkonzentrationen und -mengen in den Gewässern des Fränkischen Seenlands. 
 
Hierzu werden von 2011 bis 2013 unter anderem fünf Zuflüssen des Igelsbachsees automatische Probenehmer (Isco 4700, 3700 und 6712) an kleinen Messwehren zur mengenproportionalen Probenahme eingesetzt. An den Messwehren zeichnen Ultraschall Sensoren (Isco 710 und 2110) die Wasserstände auf und ermitteln die entsprechenden Durchflußraten. Ferner wird zusätzlich an einer Station der Niederschlag erfasst und zusammen mit den Durchfluß- und Probenehmerdaten via Modem (Isco 2105g) an einen Server weitergeleitet – zur Kontrolle sind die Daten über das Internet jederzeit abrufbar.
Die genommenen Wasserproben werden am Bayerischen Landesamt für Umwelt analysiert.

 

 

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